Der Snæfellsjökull-Nationalpark

Snæfellsjökull

Snæfellsjökull

Im westlichsten Teil Islands, auf der Halbinsel Snæfellsnes, befindet sich der am 28. Juni 2001 gegründete Snæfellsjökull-Nationalpark. Er ist der jüngste der vier Nationalparks, die Island seinen Besuchern zu bieten hat. Der Park schließt mit seinen 170 km² den Vulkan Snæfellsjökull komplett mit ein. Im 18. Jahrhundert war in dieser Region ein derart ertragreiches Fischaufkommen, sodass die Region zu den am dichtesten besiedelten Ladesteilen Islands gehörte. Der Nationalpark wurde gegründet, um die Naturschätze und die Reste der historischen Siedlungen zu schützen. Die Gegend von Hellnar bis Gufuskálar sind heute unbesiedelt. Hellisandur mit eigenem Fischereimuseum und Grundarfjörður, beide im westlichen Teil der Halbinsel, sowie Hellnar im südlichen Teil sind angrenzende Dörfer, von denen aus der Snæfellsjökull-Nationalpark besucht werden kann. Auch das Besucherzentrum befindet sich in Hellnar. Hier können Reisende Informationen einholen und Besichtigungstouren sowie geführte Wanderungen planen und buchen.

Der Vulkan Snæfellsjökull

Der ca. 700.000 Jahre alte Vulkan ist der zentrale Mittelpunkt des Snæfellsjökull-Nationalparks. Mit einer Höhe von 1446 m ist dieser Stratovulkan eine imposante Naturschönheit. An klaren Tagen kann die Eiskappe des Snæfellsjökull von der 120 km entfernten Hauptstadt Islands Reykjavík gesehen werden. Regelmäßige Messungen bestätigen, dass das Eis des Gletschers nach und nach abschmilzt. Wurden im Jahre 1910 noch 22 km² für die Eiskappe berechnet, so waren es im Jahr 2002 nur noch 12,5 km². Dies ist ein deutliches Zeichen für die klimatischen Veränderungen der Welt. Der letzte Ausbruch dieses Vulkans war vor ca. 1800 Jahren, doch auch heute sind die Spuren dieser Explosionen überall deutlich sichtbar. Die dunkle Asche des letzten Ausbruchs ist auch heute noch sichtbar, Lavafelder umranden den Vulkan und seine umliegenden großen und kleineren Krater. Es ist ein beeindruckeder Beweis für die Naturgewalten, die diese Region prägen. Reisende werden hier unvergessliche Eindrücke gewinnen und die landschaftliche Abwechslung genießen.

Tiere und Pflanzen im Snæfellsjökull-Nationalpark

Der Boden in diesem Gebiet ist sehr spröde und porös, dadurch versickert Wasser sehr schnell im Erdreich. Erstaunlicherweise bietet der Park dennoch eine vielfältige und bunte Vegetation. Viele kleinwüchsige Bäume wie die Zwergbirke und unterschiedliche landestypische Moose finden sich hier. Auch streng geschützte Pflanzen, wie die Einbeere oder der Wiesen-Wachelweizen wachsen hier, sind hier weitläufig vertreten. Auf der Halbinsel direkt am Wasser gelegen, bietet der Snæfellsjökull-Nationalpark vielen Seevögeln eine Heimat. So brüten hier unter anderem die Papageientaucher mit ihrem großen bunten Schnäbeln, der Eissturmvogel und auch die Dreizehenmöwe. Gelegentlich können sogar Seeadler beobachtet werden. Der reichhaltige Fischbestand sichert den Vögeln hier die Existenz. Die Vögel und deren gelegte Eier sind wiederum Nahrungsgrundlage für Polarfüchse und andere kleine Räuber wie z. B. den Marder.

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Linktipps zum Snæfellsjökull Nationalpark

 

Geographische Lage des Snæfellsjökull

 

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