Der Vatnajökull-Nationalpark

Dettifoss

Der Dettifoss Wasserfall

Jeder Island-Urlauber sollte einen Besuch des Vatnajökull-Nationalparks einplanen. Mit seinen 14.200 km² bedeckt der Park satte 14 % der Gesamtfläche Islands. Diese beeindruckende Größe macht das Schutzgebiet damit zum zweitgrößten Nationalpark Europas.

Das große Gebiet des Vatnajökull-Nationalparks

Der Vatnajökull-Nationalpark wurde am 7. Juni 2008 im Südosten Islands gegründet. Zu diesem Zeitpunkt zählten zunächst ca. 12.000 km² zum Parkgelände, er wurde erst in Laufe der Zeit auf seine heutige Größe erweitert. Die beiden ehemaligen Nationalparks Skaftafell im Südwesten und dem Jökulsárgljúfur im Norden Islands wurden vom heutigen Vatnajökull-Nationalpark eingegliedert. Der Park erstreckt sich Richtung Osten bis zur Ortschaft Höfn. Hier arbeiten und leben die meisten der 2.100 Einwohner, die sich in der Region des Parks niedergelassen haben.

Beeindruckende landschaftliche Vielfalt

Vatnajökull

Vatnajökull

Der Vatnajökull-Nationalpark besticht jedoch nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine landschaftliche Vielfalt. Mittelpunkt allen Geschehens ist der Gletscher Vatnajökull, der vom Park komplett eingeschlossen wird. Im Norden des Hochlandplateaus erstreckt sich die Jökulsárgljúfur Schlucht, hier kann auch der faszinierende Wasserfall Dettifoss bestaunt werden. Ebenfalls nördlich des Vatnajökull erheben sich die Vulkane Askja, Snæfell und Kverkfjöll. Auch die Klippen von Àsbyrgi, die eine auffallende hufeisenförmige Formation aufzeigen, können von hier aus besucht werden. Südlich des Vatnajökull erstrecken sich lange, hohe Bergkämme. Auch der Wasserfall Morsárfoss, der höchste Wasserfall Islands, ist hier zu bewundern.

Das Naturschutzgebiet schließt im Süden mit dem Zentralvulkan Öræfajökull und dem Hvannadalshnjúkur, Islands höchsten Berggipfel, ab. Im Westen des Parks bietet sich den Besuchern ein weiteres Schauspiel. Hier sind die Schwarzen Sande zu sehen, die sich neben dem Fluss Skeiðará abgelagert haben. Es sind Ascheansammlungen, die vom Vulkan Grímsvötn in zahlreichen Eruptionen ausgespuckt wurden. In östlicher Richtung bietet die Natur ein Kontrastprogramm, denn hier sind weitläufige Sumpfgebiete und markante Bergketten zu finden. In diesem Gebiet leben unter anderem Rentiere einige Vogel- und Gänsearten. Alle Regionen verfügen über eigene Besucherzentren, die Reisende ausführlich über Wanderungen und Besichtigungstouren informiert. Auch stehen einige Zeltplätze zur Verfügung. Es wird empfohlen, den Vatnajökull-Nationalpark in den Sommermonaten zu besuchen, da der Winter aufgrund des rauen Klimas und den Schneemassen keine Ausflüge ermöglicht.

Der Gletscher Vatnajökull

Als Mittelpunkt des Nationalparks verdient der Gletscher Vatnajökull besondere Aufmerksamkeit. Mit einer Gesamtoberfläche von 8.100 km² ist er der größte Gletscher Europas. Das Eis ist durchschnittlich 400 bis 800 m dick, an der dicksten Stelle misst es sogar imposante 950 m. Die Eismassen ragen bis zu 2000 m in die Höhe und reichen bis 300 m unter den Meeresspiegel. In niederschlagsreichen Wintern kann sich eine Schneedecke von bis zu 15 m bilden. Diese Zahlen bestätigen die gewaltige Macht der Natur, die Island so besonders und interessant für Reisende macht.

Vatnajökull Youtube

 

Linktipps zum Vatnajökull Nationalpark

 

Geographische Lage des Vatnajökull

 

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